Raus aus dem Autopilot: Funktionierst du wie 'ne Maschine – und willst endlich wieder frei sein?
- 28. Jan.
- 2 Min. Lesezeit

(Tim Bendzko singt’s vor: „Ich bin doch keine Maschine“ Wo bist du nur hin? – dieses Lied im Kopf, während du durch den Tag rauschst.)
Stell dir vor: Dein Tag rast vorbei. Meetings, Mails, Kids, Sport – check, check, check. Andere sagen: „Du hast das echt drauf.“ Und du? Du nickst, lachst, machst weiter. Aber tief drin? Da ist Nebel. Du schaust auf dein Leben wie durch beschlagenes Glas. Geräusche dämpfen sich ab, dein Körper fühlt sich an wie geliehen, und plötzlich sind Stunden weg, ohne dass du's mitkriegst.
Manche labeln das „Dissoziation“, andere „Hochsensibilität“ oder….. Scheißegal. Namen ändern nix. Du willst raus aus dem Autopilot.– frei, lebendig, da. Wieder spüren, fühlen, da sein. Ohne den Laden dichtzumachen. Hier. Kein Therapie-Gelaber. Nur was funktioniert. Probier’s aus. Jetzt.
Raus aus dem Autopilot: Fang’s ab, bevor’s dich frisst
Dein Radar muss an. Glasiger Blick? Kopf wie Watte? Worte prasseln runter, kommen aber nicht an? Sag’s dir selbst: „Ey, ich bin gerade weg.“ Klingt banal? Ist’s nicht. Das ist dein Weckruf. Allein das Benennen unterbricht den Autopilot. Mein persönlicher Trick gegen Vergesslichkeit: Wecker stellen. Alle Stunde piept’s (der Wecker, nicht bei dir): „Wo bin ich gerade?“ Im Chaos des Funktionierens rettet’s das Leben. Nach 4 Wochen lachst du drüber, weil du’s merkst, bevor’s dich packt.
Raus aus dem Autopilot: Kälte-Schock – wachrütteln
Kälte hilft. Nicht als Wellness, sondern weil sie eindeutig ist. Nimm ’nen Eiswürfel, drück ihn in die Handfläche. Oder kalte Finger ans Genick. Boom – dein Körper schreit: „Hier bin ich!“ Oder die Sinn-Nummer: 5 Sachen gucken (der Stift da, der Fleck am Tisch), 4 hören (Uhr tickt, Auto draußen), 3 anfassen (Stoff der Hose, Tischkante, dein Arm). Laut sagen. Dein Gehirn mag das nicht besonders und schaltet um.
Raus aus dem Autopilot: Atme dich wach – als wär’s ’ne Rebellion
Flacher Atem? Das ist dein Freeze-Modus. "Rebellier" dagegen: 4 Sekunden rein, 7 halten, 8 raus. Wie ein Ventil, das den Druck ablässt. Mach’s heimlich am Tisch. Fühlt sich erst komisch an, dann frei.
Dein Nervensystem kriegt mit: „Okay, wir sind safe.“
Raus aus dem Autopilot 4: Rüttel dich durch – aus der Starre
Steh auf. Schultern rollen wie ’n Boxer vorm Kampf. Hände kneten, bis’s brennt. Oder 2 Treppen hoch – egal wohin. Nicht joggen, nicht gym. Nur Bewegung, die wieder Kontakt zu dir herstellt. Freeze löst sich nicht durch Einsicht, sondern durch Aktivität.
Raus aus dem Autopilot: Greif was Echtes – und halt dich dran
Schlüsselbund kneten, Tasse spülen, Schublade sortieren. Konkret, greifbar, jetzt. Und flüstere: „Ich bin hier. Das ist echt.“ Klingt cheesy? Probier’s, wenn du’s brauchst. Funktioniert wie Magie, weil’s eine Verankerung sein kann.
Du bist kein Sonderfall, du bist kein Fall für die Klapse. Du bist der Typ, der alles stemmt. Du bist jemand, der lange funktioniert hat – vielleicht zu gut. Es geht nicht darum, alles zu ändern, sondern früher zurückzukommen. Und als Endziel wieder (setze dein Adjektiv ein) frei und leicht und echt und wild zu sein. Jeder kleine Sieg („Heute hab ich’s gemerkt!“) baut dich um. Nimm dir eine der 5 Dinge und mache sie 4 Wochen lang täglich. Ich bin neugierig: Schreib mir, was sich verändert hat.






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