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EMDR Ahrensburg – wenn der Körper nicht vergessen kann

  • Autorenbild: Claudia
    Claudia
  • vor 1 Tag
  • 4 Min. Lesezeit
Ein Mann der in den orangefarbenen Sonnenuntergang am Wasser schaut

EMDR Ahrensburg wird häufig von Menschen gesucht, die merken, dass ihr Kopf längst weiter ist – ihr Körper aber noch reagiert.

Es gibt Erinnerungen, die verhalten sich nicht wie Erinnerungen. Sie liegen nicht ordentlich im Regal der Vergangenheit, sie melden sich nicht an, sie klopfen nicht. Sie sind einfach da. Plötzlich. Mitten im Alltag. Ein Geruch, ein Blick, ein Satz – und der Körper reagiert, als wäre etwas gerade erst passiert. Der Kopf weiß, dass nichts los ist. Der Körper weiß etwas anderes.

Genau hier beginnt das Missverständnis, das so viele Menschen jahrelang mit sich herumschleppen: Dass sie übertreiben. Dass sie zu sensibel sind. Dass sie endlich „drüber weg“ sein müssten.

Nein, musst du nicht. Der Körper hängt noch in einer alten Schleife fest. Und hier kommt EMDR ins Spiel. Es wurde wissenschaftlich hinreichend untersucht. Man hat festgestellt, dass es insbesondere bei Einzeltrauma extrem gut wirkt.

EMDR arbeitet nicht mit Überzeugungsarbeit. Es versucht nicht, dich davon zu überzeugen, dass du heute sicher bist. Es erklärt dir nicht, warum dein Verhalten logisch oder unlogisch ist. Es setzt stattdessen dort an, wo Worte nie angekommen sind. Bei Bildern, Körperempfindungen, inneren Zuständen, die sich nicht sortieren ließen, weil sie damals zu viel waren.

Zu schnell. Zu überwältigend. Zu allein.

Während sich die Augen rhythmisch bewegen, passiert etwas, das sich kaum beschreiben lässt, aber deutlich spürbar ist: Das System bekommt die Chance, etwas zu Ende zu bringen, was es abbrechen musste. Nicht, indem es alles noch einmal durchlebt. Sondern indem es verarbeitet. Vereinfacht gesagt: Die fragmentiert abgespeicherten Erinnerungen können sich finden und integrieren.

EMDR Ahrensburg (ja, für die Suchmaschine :-)): Wenn Erinnerungen nicht Vergangenheit sind

Viele Menschen haben ihre Geschichte oft genug erzählt. Sie kennen jedes Detail, jede Erklärung, jede mögliche Deutung. Und trotzdem reicht ein kleiner Auslöser, und alles ist wieder da. EMDR fragt nicht nach der richtigen Interpretation. Es fragt auch nicht nach Schuld oder Sinn, richtig oder falsch. Es lässt das Nervensystem tun, wofür es eigentlich gemacht ist: Informationen integrieren. Das, was vorher fragmentiert gespeichert war, beginnt sich zu verbinden. Nicht spektakulär. Nicht explosionsartig. Eher so, als würde sich innerlich etwas setzen. Als würde ein innerer Alarm langsam leiser werden, ohne dass jemand den Knopf bewusst gedrückt hätte. Aaaaah.

Was dabei oft unterschätzt wird, ist der Rahmen. EMDR ist keine Technik, die man einfach anwendet. Es ist kein Werkzeugkasten, aus dem man sich etwas herauszieht, wenn es gerade passt. Ohne Vorbereitung, ohne Stabilisierung, ohne Ressourcen kann es mehr schaden als helfen. Ein sicherer innerer Ort ist kein nettes Beiwerk, sondern Voraussetzung. Pausen sind kein Zeichen von Schwäche, sondern von Kompetenz. Gute EMDR-Arbeit erkennt man nicht an der Intensität, sondern daran, wie getragen sich der Prozess anfühlt - wie sicher der Klient sich fühlt, dank Stabilisierung. Daran, dass nichts forciert wird. Dass nicht jedes Thema sofort „dran“ sein muss. Dass das Tempo dem System folgt und nicht einer Methode.

EMDR kann für Menschen viel verändern, die genau dieses Gefühl kennen: Ich weiß, dass es vorbei ist – aber mein Körper glaubt mir nicht. Für Menschen, die funktionieren, reflektiert sind, viel verstanden haben und sich trotzdem innerlich gefangen fühlen. Für Menschen, deren Reaktionen in keinem Verhältnis mehr zur aktuellen Situation stehen und die genau daran verzweifeln. Nicht, weil mit ihnen etwas nicht stimmt. Sondern weil ihr Nervensystem noch in einem anderen Zeitfenster arbeitet.

Gleichzeitig braucht EMDR klare Grenzen. Es ist nicht für jede Situation geeignet. Nicht jedes Nervensystem ist stabil genug. Psychotische Zustände, schwere Instabilität, fehlende innere Ressourcen – all das gehört ernst genommen, nicht übergangen. EMDR ist kein Selbstbedienungstool. Und schon gar kein Versprechen auf schnelle Erlösung. Seriosität zeigt sich genau hier: im Nicht-Machen, wenn es nicht passt.

Was nach einer guten EMDR-Arbeit oft bleibt, ist keine Euphorie. Kein neues Selbstbild. Kein großes „Ich bin geheilt“. Sondern etwas gefühlt viel Unspektakuläreres (dabei ist es RIESIG): Mehr innerer Abstand. Weniger Alarm. Ein Körper, der wieder unterscheiden kann zwischen damals und jetzt. Und manchmal dieser stille, fast beiläufige Gedanke: Es ist vorbei. Nicht als Gedanke. Sondern als gespeicherte Erfahrung.

EMDR macht die Vergangenheit nicht ungeschehen. Aber es verändert, wie sie im Heute wirkt. Und so kann aus Überleben Leben werden.

EMDR Ahrensburg – ressourcenorientierte Arbeit statt Traumasetting

Das Schöne an EMDR ist, dass es nicht nur im Kontext von Trauma eingesetzt wird. Auch unabhängig davon lässt sich EMDR sehr gut für Ressourcenarbeit nutzen – zum Beispiel zur Stabilisierung, zur Stärkung von innerer Sicherheit, Selbstwert, Handlungsspielräumen oder zur Unterstützung bei Entscheidungs- und Problemlösungsprozessen. In diesem Rahmen arbeite ich mit EMDR ressourcenorientiert und stabilisierend. Eine traumaspezifische Behandlung im heilkundlichen Sinne erfolgt nicht.

 

Mini-FAQ


Was ist EMDR Ahrensburg?

EMDR Ahrensburg bezeichnet die Anwendung von EMDR in einem stabilisierenden, ressourcenorientierten Coaching- und Beratungsrahmen – ohne heilkundliche Traumabehandlung.

Ist EMDR Ahrensburg auch ohne Trauma sinnvoll?

Ja. EMDR kann sehr gut zur Ressourcenstärkung, zur inneren Stabilisierung, zur Entscheidungsfindung und zur Unterstützung bei belastenden Themen eingesetzt werden.

Ist EMDR Ahrensburg Therapie?

Nein. In diesem Rahmen handelt es sich nicht um Psychotherapie oder Traumarbeit, sondern um ressourcenorientierte Begleitung.

Wie funktioniert EMDR Ahrensburg konkret?

EMDR arbeitet mit bilateraler Stimulation. Das können geführte Augenbewegungen sein, aber auch abwechselndes Tappen (z. B. links/rechts) oder akustische Reize wie Töne über Kopfhörer oder Klangkragen.

Sind bei EMDR Ahrensburg immer Augenbewegungen nötig?

Nein. Neben Augenbewegungen können auch Tappen oder Töne eingesetzt werden. Entscheidend ist nicht die Form, sondern die bilaterale Stimulation – also der rhythmische Wechsel zwischen linker und rechter Körper- bzw. Gehirnseite.

Warum wirkt bilaterale Stimulation bei EMDR?

Die bilaterale Stimulation unterstützt das Nervensystem dabei, Informationen zu verarbeiten und zu integrieren. Das kann helfen, innere Spannungen zu reduzieren und festgefahrene Reaktionsmuster zu lösen.

Ist EMDR Ahrensburg auch online möglich?

Ja. Bilaterale Stimulation kann auch online über akustische Reize (Töne) erfolgen. Ich bevorzuge jedoch die Arbeit vor Ort, da die gemeinsame Präsenz oft mehr Sicherheit, Feinabstimmung und Halt ermöglicht.


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